Waren inzwischen elf mal bei AWS und der zwölfte Aufenthalt ist schon gebucht. Waren schon in einigen anderen Camps, aber haben aufgehört, weiter zu suchen. Wir sind hauptsächlich zum Wellenreiten dort, aber haben inzwischen schon alle angebotenen Wassersportarten ausprobiert und waren immer außerordentlich zufrieden.
Wir (Mitte 40 und Anfang 50) sind meist im Mai und September/Oktober bei AWS. Für unseren Surflevel (bis 1,5m Wellenhöhe, Wellen selbst wählen und starten, seitwärts fahren) ist die Algarve unserer Meinung nach die beste Gegend zu unserer Reisezeit. Sind letztes Jahr die ganze Atlantikküste von Bordeaux bis zur Algarve abgefahren und haben uns die üblichen Surfspots angesehen.
Neben den Bedingungen geht es bei einem Wassersport Camp natürlich um die Instructors und das Camp.
Die Surfinstructors sind alle ausgezeichnet und jede/r hat noch Eigenschaften, bei denen sie/er herausragend ist. Noemi mit ihrer positiven Ausstrahlung und Ihrem Einfühlungsvermögen, Björn mit seinem Gespür für die richtige Welle für die richtige Person, Jorma, der eindrucksvoll demonstiert, was man für interessante Manöver auf und mit einem Foamie machen kann, Alex und Andras mit ihrer ruhigen und super professionellen Ausstrahlung und einem Auge für jeden kleinen Fehler - und den Tipps, um diesen zu beheben, Ansan und Emil, mit denen man am Strand auch mal über Gott und die Welt und natürlich Surfen reden kann und selbstverständlich Angel, der mit seiner Surfplanung manchmal überrascht, aber dann doch genau richtig liegt. Dass wir bei unserer Surf-Karriere etwas stagnieren, liegt nicht an den Instructors. Sehr viele der etwas sportlicheren Gäste schaffen es bei ihrem ersten Surfurlaub innerhalb einer Woche in die grünen Wellen.
Zu den aktuellen Kite- und Windsurf Instructors kann ich nicht viel sagen - abgesehen von AJ, wegen dessen super offenen und freundlichen Art allein wir wieder über Kite-Lessons nachdenken. Die Lagune, in der die Kite-Lessons stattfinden, ist als (teilweise) Stehrevier jedenfalls sehr anfängerfreundlich. Nach zwei Stunden in einem Urlaub und zwei weiteren ein halbes Jahr später, konnte ich dank der damaligen Instructors zumindest 30m fahren.
Ausdrücklich empfehlen kann ich aber Wing-Lessons bei Orlando. Mit gerade mal etwas Wing-Control Erfahrung aus Deutschland hat er mich nach zwei Lessons erstmalig zum halbwegs kontrollierten Foilen gebracht.
Der Wassersport ist aber nur ein Teil des Urlaubstages. Weshalb wir immerwieder kommen, ist zum Großteil das Camp selbst und das zugehörige Team. Das fängt schon im Office an. Die "Mermaids" tun ihr Bestes um alles möglich zu machen, was realistisch und organisatorisch geht. Unsere gute Urlaubslaune steigt direkt nochmal, wenn wir Katie und/oder Celina beim Check-In wiedersehen. Der Rest des Office-Teams steht bzgl. Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft den beiden aber in keiner Weise nach. Die erste Herausforderung des Urlaubstages ist aber immerwieder das umwerfend vielfältige Frühstücksangebot. Abends freuen sich dann alle darauf, was Jan und Adam zubereitet haben - auch die Vegetarier und Veganer.
Wir buchen meist eines der Apartments und sind mit Zustand und Sauberkeit super zufrieden - wenn doch was nicht stimmt, dann klärt das Office das in der Regel in ganz kurzer Zeit. Es ist halt ein Camp und kein 5 Sterne Hotel.
Bei einem Camp spielen natürlich auch die anderen Gäste eine entscheidende Rolle. Die meisten sind zwischen Mitte zwanzig und Mitte dreißig - kurioserweise sind die Wind-Sportler im Schnitt meist etwas älter als die Wellenreiter. Es sind aber auch immer wieder junge Familien oder auch Gäste in unserem Alter und darüber dabei. Im Endeffekt spielt das Alter aber kaum eine Rolle, da alle mit Meer und Wassersport gemeinsame Interessen haben.
Abschließend noch ein Hinweis für Kiter, Wingfoiler und Windsurfer: Im April/Mai und September/Oktober gibt es immer Mal Tage mit zu wenig Wind. Langeweile kommt da aber nicht auf, da mit dem Camp ein Wakepark verbunden ist, Oscar als Option Electro-Motocross anbietet oder man ganz einfach Surfen probiert.